Samstag, 23. Januar 2016

Witch Hunter von Virginia Boecker


erschienen bei dtv

Zum Inhalt

Als die 16-jährige Elizabeth mit einem Bündel Kräuter gefunden wird, das ihr zum Schutz dienen soll, wird sie in den Kerker geworfen und der Hexerei angeklagt. Doch wider Erwarten retten weder Caleb, ihr engster Freund und heimlicher Schwarm, noch ihr Lehrmeister Blackwell sie vor dem Scheiterhaufen. Stattdessen befreit sie in letzter Sekunde ein ganz anderer: Nicholas Perevil, der mächtigste Magier des Landes und Erzfeind aller Hexenjäger. Er lässt sie heilen und nimmt sie bei sich und den Magiern auf. Denn längst ist im Hintergrund ein Machtkampf entbrannt, und Elizabeth spielt darin eine Schlüsselrolle. Nun muss sie sich entscheiden, wo ihre Loyalitäten liegen.
(Quelle: Verlag)

Zum Buch

Ich mag Bücher das Hexenzeitalter ja sehr gerne, finde es aber extrem schwierig, ein wirklich gutes Buch in diesem Genre zu finden. Ob Witch Hunter zu den guten oder eher zu den schlechten gehört? Lest selbst!


Von der ersten Seite an war ich von den lebhaften Figuren und der Story gefesselt. Die Geschichte wird in der ersten Person aus der Sicht von Protagonistin und Hexenjägerin Elizabeth erzählt, was mir sehr gut gefiel. Elizabeth hat es in ihrem Leben nicht immer leicht gehabt und auch als Hexenjägerin ist nicht alles nur rosig. Der Leser lernt sie zunächst in der Ausübung ihres Jobs kennen. Hier zeigt sie eine coole und auch sehr zähe Seite von sich, die mir auf gewisse Weise imponierte. Durch vergangene kleine Missgeschicke auf der Jagd nach Hexen und Zauberern wirkt Elizabeth nur noch menschlicher. Im weiteren Storyverlauf verliert sie immer wieder kurzzeitig den Boden unter den Füßen, besitzt aber genug Kraft, um wieder auf die Beine zu kommen.
Aber auch die anderen Figuren gefielen mir sehr gut und brachten mit einer gewissen Portion Humor noch das gewisse Etwas in die Story. Einige von ihnen sind richtige Unikate, die mich ein ums andere Mal zum Schmunzeln brachten.
Zum Glück merkt man als Leser nicht unbedingt, dass die Geschichte im Jahre 1558 spielt. Allerdings hat die Autorin großen Wert auf Details gelegt und diese auch hervorragend umgesetzt.

„Um ein Hexenjäger zu werden, müsst ihr lernen, euch eurer größten Angst zu stellen und sie zu kontrollieren. Dann – und nur dann – werdet ihr erkennen, dass euer größter Feind nicht das ist, wogegen ihr kämpft, sondern das, wovor ihr euch fürchtet.“
Seite 177

Virginia Boecker hat mich mit ihrem Debüt zu 100% überzeugen und fesseln können. Die Story ist nicht nur magisch, sondern auch spannend, emotional und lässt den Leser über Gut und Böse nachdenken. Magie kann so oder so eingesetzt werden – es liegt letztendlich einfach nur am jeweiligen Menschen. Die Story ist gespickt mit Lügen und unerwarteten Enthüllungen, die Figuren und ihre Handlungsweisen wirken äußerst lebendig und authentisch. Die Autorin hat mich mit ihrem tollen und sehr angenehmen Schreibstil verzaubert. Der Spannungsbogen ist durchweg gleichbleibend. Mir bleibt zum Schluss nur noch zu sagen, dass ich mich den vielen anderen begeisterten Rezensenten anschließen werde und selbstverständlich 5 von 5 möglichen schwarzen Katzen vergebe. Kauft euch dieses Buch, es lohnt sich! :)


Die Reihe

Witch Hunter
The King Slayer (Originalausgabe erscheint voraussichtlich im Juni 2016)

Zur Autorin

Virginia Boecker hat ihren Abschluss in Englischer Literatur an der University of Texas gemacht. Sie lebte vier Jahre in London, wo sie sich auf jedes kleinste Detail zur mittelalterlichen Geschichte Englands gestürzt hat, die die Grundlage für Witch Hunter, ihren ersten Roman bildet.

© Emily Scott

ab 14 Jahren
400 Seiten
übersetzt von Alexandra Ernst
Erscheinungstermin: 18. März 2016
ISBN 978-3-423-76135-2
Preis: 17,95 Euro

© Cover und Zitatrechte liegen beim Verlag


An dieser Stelle möchte ich mich noch recht herzlich beim Verlag für die Bereitstellung dieses Exemplars und die tolle Blogger-Challenge bedanken!

Kommentare:

  1. Huhu Claudia,

    freut mich, dass dir das Buch genauso gut gefallen hat wie mir. Ich finde auch, dass da ein paar wirkliche Unikate unter den Personen dabei waren. Und der Humor war wirklich klasse, was ich so nicht unbedingt erwartet habe.

    Liebe Grüße
    Sandra

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    1. Hey, Sandra:)

      Ja, das Buch war wirklich ein Highlight diesen Monat! Ich hätte den Humor so auch nicht erwartet und bin insgesamt von allem positiv überrascht.

      LG:)

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  2. Hi Claudia!

    Oh ja, mir hat "Witch Hunter" auch gut gefallen. Ich hatte ja etwas Angst, dass es viele Infos über Hexenverbrennungen geben würde, aber damit kam ich gut klar. Und der Schreibstil hat mir auch ein paar mal ein Schmunzeln auf das Gesicht gezaubert :) Allerdings habe ich einige Einstiegsschwierigkeiten gehabt. Meine Rezi kommt in ein paar Tagen online :)

    Ganz liebe Grüße,
    Laura

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    1. Hey, Laura!

      Bisher hab ich auch noch keine negative Rezi zu dem Buch gelesen - da hat die Autorin wohl echt ins Schwarze getroffen! Gerade das Einbringen des Humors fand ich klasse, lockert sowas die Story doch noch immer etwas auf:)

      LG:)

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