Freitag, 18. Dezember 2015

The Diviners –Die dunklen Schatten der Träume von Libba Bray




erschienen bei dtv

Zum Inhalt

New York, 1927: Nachdem Evie O'Neill durch ihre besondere Fähigkeit, Gegenständen die intimsten Geheimnisse ihrer Besitzer zu entlocken, einen Serienkiller zur Strecke gebracht hat, ist sie zur landesweiten Berühmtheit avanciert. Während sie ihren Ruhm als America's Sweetheart in ihrer eigenen Radioshow genießt, braut sich das Unheil über New York und dem ganzen Land zusammen: Mehr und mehr Leute fallen einer mysteriösen Schlafkrankheit zum Opfer. Die Ärzte sind ratlos, eine medizinische Ursache ist nicht zu finden. Jetzt ruht alle Hoffnung auf den Diviners, denn sie können in die Träume anderer Menschen eindringen und so hoffentlich die Ursache der Krankheit identifizieren und ausschalten. Doch was sie dort vorfinden, übersteigt ihre schlimmsten Befürchtungen…
(Quelle: Verlag)


Zum Buch

Da es sich um Band 2 der Tetralogie handelt, weise ich auf eine gewisse *SPOILER-GEFAHR* hin!

Da ich im letzten Jahr von Band 1 schwer begeistert war, war meine Erwartungshaltung an die Fortsetzung natürlich sehr hoch. Doch leider musste ich feststellen, dass mich gerade die ersten 100 Seiten sehr enttäuscht haben. Es passieren zwar schon einige merkwürdige Dinge, doch ansonsten plätscherte der Anfang mehr so dahin. Die vielen Personen verwirrten mich genauso wie im ersten Teil. Ling ist eine neue Figur, eine weitere Divinerin. Außerdem trifft der Leser auf viele Bekannte aus dem ersten Teil, was mir gut gefiel. Zudem werden knappe Rückblicke der einzelnen Protagonisten mit eingeflochten, was die ganze Geschichte noch wieder etwas auffrischt.
Evies „Karriere“ als Diviner beim Radio wird sehr gepuscht, doch die junge Frau hat für mich nicht mehr ihren bisherigen Charme an den Tag legen können. Ehrlich gesagt nervte mich auch ihre „neue“ Art zu sprechen etwas, es wirkte oftmals übertrieben. Ein Sprachtraining ist nicht immer von Vorteil…
Durch die mysteriöse Schlafkrankheit und das Traumwandeln fühlte ich mich sehr an andere erst kürzlich gelesene Bücher erinnert. Die Idee selbst finde ich aber nach wie vor höchst interessant.

„Beautiful dreamer, wake unto me/Starlight and dewdrops are waiting for thee…“
Seite 15

Natürlich darf auch die Liebe in der Story nicht fehlen. Hier hat sie zeitweise sogar etwas Tragisches an sich.
Beibehalten wurde von Libba Bray auf jeden Fall das ganz besondere Flair der Zwanziger Jahre des letzten Jahrhunderts. Egal, ob Beschreibungen der Kleidung oder der Umgebung – es wirkt jederzeit sehr authentisch.
Wie ich es auch drehe und wende – der ganz besondere mysteriöse Touch vom ersten Teil fiel hier leider fast gänzlich weg. Es ist einfach eine Story mit Höhen und Tiefen, die zudem sehr lang gezogen wurde. Wie die Autorin in einem Nachwort selbst erzählt, war das Schreiben dieses Buches sehr zeitintensiv und aufwendig. Dies merkt man als Leser auf jeden Fall. Der Schreibstil von Libba Bray gefällt mir weiterhin ausgesprochen gut.

Für mich konnte der zweite Teil der Reihe nicht mit dem Auftaktband mithalten. Mir war die Geschichte viel zu lang, richtig in Schwung kam sie erst nach einem guten Drittel. Durch den tollen Schreibstil der Autorin flogen die Seiten zwar relativ schnell dahin, aber auch bei The Diviners – Die dunklen Schatten der Träume darf man sich als Leser keine Konzentrations- oder Lesepause über mehrereTage erlauben. Die Story ist wahnsinnig umfangreich, die einzelnen Stränge miteinander in Einklang zu bringen ist stellenweise nicht einfach. Der Cliffhanger am Ende sorgt jedoch für Spannung und Vorfreude auf den nächsten Teil – die Reise von Evie und ihren Freunden ist noch nicht zu Ende. Trotzdem kann ich an dieser Stelle nur 3 von 5 möglichen schwarzen Katzen vergeben.


Die Reihe:

The Diviners – Aller Anfang ist böse Rezi
The Diviners – Die dunklen Schatten der Träume


Zur Autorin

Libba Bray ist die Autorin von mehreren Theaterstücken und einigen Kurzgeschichten. Mit ihrer Trilogie ›Der geheime Zirkel‹ schaffte sie es auf Anhieb auf die Bestsellerliste der New York-Times und landete einen internationalen Erfolg. Für ihr Buch ›Ohne. Ende. Leben.‹ wurde sie mit dem Michael L. Printz Award ausgezeichnet. Heute lebt die in Texas aufgewachsene Autorin mit ihrem Mann und ihrem Sohn in Brooklyn, New York.

 © Ingalisa Schrobsdorff

ab 14 Jahren
800 Seiten
übersetzt von Barbara Lehnerer und Bernadette Ott
ISBN 978-3-423-76120-8
Preis: 19,95 Euro

© Cover und Zitatrechte liegen beim Verlag

An dieser Stelle möchte ich mich noch recht herzlich beim Verlag für dieses Exemplar bedanken!

Kommentare:

  1. Hey Claudia :)
    Das ist ja schade, dass dir der 2. nicht mehr so gut gefällt :/
    ich mochte den 1. total gern, und will unbedingt den 2. sobald wie möglich lesen.
    Da bin ich jetzt mal auf Evies Sprache gespannt ;)

    LG ♥
    Anna

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    1. Hey, Anna:)

      Ja, die Enttäuschung war schon groß, aber ich setze ja wieder auf den nächsten Teil! Viel Spaß beim Lesen und schönes WE!

      LG:)

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