Montag, 8. Juni 2015

5 Fragen an... Dorit Linke

Meine lieben Höhlenbesucher!

Nachdem nun schon eine unendlich lange Zeit bezüglich Interviews vergangen ist, darf ich euch heute wieder einmal eines präsentieren. 
Heute geht es um


Dorit Linke

Dorit Linke hat dieses Buch geschrieben:


Meine Rezi dazu könnt ihr hier finden.

Nun kommen wir aber zu meinen Fragen und den Antworten der Autorin:



1. Wie haben Sie die Wende erlebt?


Am Tag des Mauerfalls war ich auf einer Demonstration in Rostock, und als ich nach Hause kam,
liefen die Bilder vom Fall der Berliner Mauer im Fernsehen. Die Tage darauf waren aufregend, es

herrschte ein ziemliches Chaos. Die Schule war fast leer, viele Menschen machten sich auf, den

Westen zu besuchen, so auch meine Familie. Wir fuhren mit dem Skoda nach Hamburg und

erkundeten die Stadt.



2. Hanna und Andreas sind die Protagonisten in “Jenseits der blauen Grenze”. Sind diese beiden völlig frei erfunden oder haben sie Ähnlichkeit  mit Personen aus ihrem privaten Umfeld?

Hanna und Andreas sind frei erfunden, wobei persönliche Besonderheiten wie Interessen, Hobbies etc.

und das gemeinsam Erlebte an die damalige Realität angelehnt sind. Viele im Roman beschriebene

Kindheits- und Jugendszenen (Schulunterricht, Ausflüge ans Meer, Jugendweihe etc.) sind so oder

ähnlich passiert.

3. Ihr Roman dreht sich um eine Situation, wie sie früher in der DDR sicherlich häufig vorkam – Unzufriedenheit mit dem System, der Gedanke an Flucht. Wäre eine Flucht für Sie selbst denkbar gewesen?

Zum damaligen Zeitpunkt war eine Flucht für mich nicht denkbar, da ich gut aufhoben war in Familie,

Freundeskreis etc. Natürlich habe auch ich mich an der Enge gestört und war fasziniert von der Weite

der Ostsee, auf die ich als Rettungsschwimmerin oft geschaut habe. Der Gedanke, einfach

loszuschwimmen, kam ab und an, blieb aber Theorie.

4. Sie haben eine Zeitlang in Lübeck im schönen Schleswig-Holstein gelebt. Könnten Sie sich vorstellen, dauerhaft z.B. auf einem Bauernhof zu leben?

Nein, das kann ich nicht. Ich bin in einer größeren Stadt aufgewachsen und lebe seit 1992 in Berlin,

bin also ein Stadtmensch. Ich habe keine Ahnung, wie man z.B. Schweine füttert.

5. Haben Sie alle Bücher aus Ihren Regalen bereits gelesen oder gibt es eins/mehrere, die praktisch in Vergessenheit geraten sind? Wenn ja, welche?

Alle Bücher, die mich ernsthaft interessieren, versuche ich zu lesen. Das gelingt mir zwar nicht immer

sofort, aber ich arbeite daran.


© privat
Vielen Dank für dieses nette Interview!


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