Mittwoch, 1. April 2015

*Kurzrezi* Ronja Räubertochter von Astrid Lindgren




erschienen bei Oetinger

Der Klappentext

"In der Nacht, als Ronja geboren wurde, rollte der Donner über die Berge. Ja, es war eine Gewitternacht, dass sich selbst alle Unholde, die im Mattiswald hausten, erschrocken verkrochen …"
Mitten im Wald, zwischen Räubern, Graugnomen und Wilddruden, wächst Ronja, die Tochter des Räuberhauptmanns Mattis, auf. Eines Tages trifft sie auf ihren Streifzügen Birk, den Räubersohn aus der verfeindeten Sippe von Borka. Und als die Eltern den beiden verbieten, Freunde zu sein, fliehen Ronja und Birk in die Wälder …

Meine Kurzrezension

Auch dieses ist einer meiner Schätze aus der Kindheit, den ich nach langer Zeit wiederentdeckt habe. Diese Geschichte ist geprägt von der Freundschaft zwischen dem Mädchen Ronja und dem Jungen Birk. Stellenweise erinnert mich die Story heutzutage an ein modernes Romeo und Julia, wobei es hier ganz eindeutig nur um Freundschaft und nicht um Liebe geht.
Ronja ist kein „typisches“ Mädchen, sie ist immerhin die Tochter eines Räuberhauptmanns! Sie liebt die Wälder und streift gerne dort herum. Sie zeigt keine Angst gegenüber den kleinen schaurigen Wesen, den Rumpelwichten. Der doch etwas ruppige Umgangston zwischen den Erwachsenen färbt natürlich auch auf ihre Kinder ab. Doch hier passt es irgendwie sehr gut. Es ist keine Geschichte, die prinzessinnen-like ist, es ist die Realität – mit Fantasyelementen versteht sich.


Ich war schon als Kind großer Fan von Astrid Lindgren und finde ihre Werke sehr zeitlos. Gerade „Ronja Räubertochter“ kann man getrost seinen Kinder auch in der heutigen Zeit vorlesen, es geht schließlich auch mal ohne technischen Schnickschnack. Der Fantasie sind keinerlei Grenzen gesetzt, das Buch liest sich einfach in einem Rutsch durch. Der Film dazu ist ebenso toll geworden und von mir auch nur zu empfehlen. In dem Buch gibt es zahlreiche Schwarz-Weiß-Zeichnungen, die auf zu kleine Kinder allerdings etwas unheimlich wirken könnten. Überhaupt erscheint die Story sehr düster.. Das Ende ist relativ traurig, doch andererseits auch schön und passend. Die unterschiedlichen Altersempfehlungen von Buch und Film betragen 4 Jahre Ein weiterer Schatz, der sich in meinem Bücherregal neben vielen anderen schönen Büchern einreihen darf und 5 von 5 möglichen schwarzen Katzen erhält.


 Die Autorin

Astrid Lindgren wurde am 14. November 1907 als Astrid Anna Emilia Ericsson auf dem Hof Näs nahe der Kleinstadt Vimmerby in Småland geboren. Astrid Lindgrens erstes Buch entstand sehr früh. Als ihre Tochter Karin 1941 einmal krank zu Bett lag, bat sie ihre Mutter, sie solle ihr von "Pippi Langstrumpf" erzählen, einem außergewöhnlichen Mädchen, dessen Namen sich Karin spontan ausgedacht hatte. Weitere drei Jahre sollten vergehen, bis Astrid Lindgren das Manuskript zu diesen Geschichten fertiggestellt hatte und 1944 dem ersten Verlag, dem Bonniers Verlag, anbot.
Astrid Lindgren hat rund 90 Bücher, Drehbücher und Theaterstücke verfasst, die in in mehr als 90 Sprachen übersetzt und in rund 100 Ländern verlegt wurden. Längst gehören ihre Märchen, Erzählungen, Romane und Bilderbücher zu den Klassikern der Kinder- und Jugendliteratur. Alle zeugen von dem besonderen psychologischen Einfühlungsvermögen der Autorin in die Welt eines Kindes und treten für positive Werte wie Toleranz und Mitgefühl ein.
Mit ihrem Alters- und Abschlusswerk "Ronja Räubertochter", das 1981 in Schweden erschien, beendete Astrid Lindgren ihre aktive Karriere als Schriftstellerin. Ihren Lebensabend verbrachte sie in ihrer Wohnung in der Dalagatan 46 im Vasaviertel in Stockholm, wo sie seit 1941 lebte und am 28. Januar 2002 verstarb. Heute trägt ihr Wohnhaus das Hinweisschild: Astrid Lindgrens Hem 1941-2002.
Mehr über Astrid Lindgren: www.astrid-lindgren.de

ab 10 Jahren
240 Seiten
ISBN 978-3-7891-2940-7
Preis: 14,90 Euro

© Cover und Zitatrechte liegen beim Verlag

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