Montag, 30. März 2015

Das unendliche Meer – Die fünfte Welle 2 von Rick Yancey




erschienen bei Goldmann

Der Klappentext

Die erste Welle vernichtete eine halbe Million Menschen, die zweite noch viel mehr. Die dritte Welle dauerte ganze zwölf Wochen an, danach waren vier Milliarden tot. Nach der vierten Welle kann man niemandem mehr trauen. Cassie Sullivan hat überlebt, nur um sich jetzt in einer Welt wiederzufinden, die von Misstrauen, Verrat und Verzweiflung bestimmt wird. Und während die fünfte Welle ihren Verlauf nimmt, halten Cassie, Ben und Ringer ihre kleine Widerstandsgruppe zusammen, um gemeinsam gegen die Anderen zu kämpfen. Sie sind, was von der Menschheit übrig blieb, und sie werden sich so schnell nicht geschlagen geben. Und während Cassie immer noch hofft, dass ihr Retter Evan Walker lebt, wird der Kampf ums Überleben immer aussichtsloser. Bis eines Tages ein Fremder versucht, in ihr Versteck einzudringen...

Meine Meinung zum Cover

Das Cover dieses zweiten Teils sieht sehr interessant aus. Farblich ist es genauso wie Band 1 gehalten – ein Mix aus Gelb- und Brauntönen. Zu sehen ist ein Schemen, der in einer Art Gewölbe mit einer Taschenlampe leuchtet. Wasser sieht der Leser auch – passt ja auch gut zum Titel. Der Schutzumschlag hat erneut einen leichten Schimmereffekt, was mir sehr gut gefällt. Die Story besteht aus 84 Kapiteln. Die Story ist in 2 Bücher mit insgesamt 8 Teilen unterteilt.


Charaktere und meine Meinung

Cassie ist natürlich wieder mit dabei. Ihren Humor habe ich in diesem Buch allerdings vermisst. Er war zwar noch vorhanden, aber wesentlich weniger als im ersten Teil. Fand ich sehr schade, denn gerade dadurch bekam die Story noch etwas „Farbenfrohes“. So bleibt dieser Teil sehr düster.
Ben hat sich auch enorm verändert. Er hat das Kommando über die kleine Gruppe, was ich für angemessen hielt. Im Grunde trifft er gute und fundierte Entscheidungen, was einen Anführer ausmacht. Doch stellenweise wirkt er sehr desillusioniert, was aufgrund der Situation wahrscheinlich nicht weiter verwunderlich ist.
Ringer konnte ich nicht so richtig einschätzen. Sie macht einen sehr harten Eindruck, der kaum Platz für etwas anderes lässt. Auch sie ist nicht frei von Fehlern und hat selbstverständlich Angst vor dieser neu entstandenen Welt. Der Leser lernt gerade Ringer in diesem Mittelband besser kennen.

Die Welt ist eine Uhr, die abläuft.
Seite 17

Fast ein Jahr ist es her, dass ich den überragenden Auftakt gelesen habe. Ich bin mit sehr großen Erwartungen an das Buch heran gegangen, was dieses aber leider nicht zu 100 Prozent erfüllen konnte. Der Einstieg in die Geschichte fiel mir nach so langer Zeit etwas schwer, da ich mich auch erst wieder an die teils bizarren Spitznamen gewöhnen musste.
Der Anfang schockierte mich mit einer sehr erschütternden Szene, so dass ich noch neugieriger auf den Rest des Buches wurde. Es war auch wirklich wieder spannend und man zitterte mit den Charakteren mit. Doch irgendetwas hat mir gefehlt. Vielleicht lag es auch an den teilweise mit eingebrachten Metaphern – mit sowas kann ich leider nicht viel anfangen. Es waren jetzt nicht übermässig viele, aber genug für mich, um stellenweise die Augen zu verdrehen.
Wieder sehr gut fand ich die Kapitel, die erst ohne Namenskennzeichnung beginnen und man so miträtselt, wessen Geschichte gerade erzählt wird. Die Tragik der ganzen vorangegangenen Ereignisse zeigt sich in einigen Situationen nur zu gut. Die Geschichte wirkt oft sehr hoffnungslos.
Es gibt auch einige überraschende Wiedersehen, die mir sehr gut gefielen. Auch hier kann ich wieder nur betonen, dass es sich nicht um eine 08/15- Story mit Ausseririschen handelt, sondern sehr viel mehr dahintersteckt! Zudem ist die Story sehr ausgereift und logisch aufgebaut.

Ohne Glaube keine Hoffnung, ohne Hoffnung kein Glaube, ohne Vertrauen keine Liebe, ohne Liebe kein Vertrauen. Wenn man eines davon wegnimmt, stürzt das gesamte menschliche Kartenhaus in sich zusammen.
Seite 81

 Mein Fazit

Rick Yanceys Mittelteil der Trilogie „Das unendliche Meer“ ist eine gute Fortsetzung, die mich aber nicht voll und ganz mitreissen konnte. Der Schreibstil gefiel mir aufgrund der Metaphern und teilweise kryptischen Sätze nicht so gut, es machte sich bei mir zuviel Verwirrung breit. Ich hatte öfter das Gefühl, etwas überlesen zu haben. Der Bezug zum Titel wurde von vorneherein hergestellt, was mir sehr gut gefiel. Ebenso ließ die Spannung in dem Buch kaum nach. Das Töten und die damit verbundene Brutalität ist nun nicht so unbedingt meins, aber das sieht ja jeder Leser anders. Insgesamt eine wirklich gute Story mit einigen Schwachstellen die von mir 4 von 5 möglichen schwarzen Katzen erhält.


Die Reihe:

Die fünfte Welle Rezi
Das unendliche Meer
5th Wave 3 (Originalausgabe erscheint voraussichtlich im August 2015)

Der Autor

Rick Yancey ist ein preisgekrönter Autor, der mit seiner Trilogie »Die fünfte Welle« die internationalen Bestsellerlisten stürmt. Wenn er nicht gerade schreibt oder darüber nachdenkt, was er schreiben könnte, oder das Land bereist, um übers Schreiben zu reden, verbringt er seine Zeit am liebsten mit seiner Familie in seiner Heimat Florida.

www.rickyancey.com

352 Seiten
ISBN 978-3-442-31335-8
Preis: 16,99 Euro

© Cover und Zitatrechte liegen beim Verlag

An dieser Stelle möchte ich mich noch recht herzlich beim Verlag für dieses Exemplar und das in mich gesetzte Vertrauen bedanken!

Kommentare:

  1. Huhu,
    na dann scheint dir das Buch ja besser gefallen zu haben, als mir.
    Hoffnungslos? Ich fand es teilweise echt deprimieren :D Wozu wollen die eigentlich noch weiterleben? Also wenn ich in so einer Welt leben würde, weiß ich nicht ob ich irgendwann nicht einfach aufgeben würde.
    Und irgendwie war es teilweise echt brutal.
    Achja, und was du zum Schreibstil meintest, da ging es mir genauso. Es kam mir teilweise so vor, als wären die Charaktere irgendwie berauscht, wenn du versteht, was ich meine.. Also ich hatte auch ständig das Gefühl, dass ich irgendwas überlesen hätte.
    Liebe Grüße :)

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    1. Hey, Stefanie:)

      Ja, den Weltentwurf fand ich auch fürchterlich, im Sinne von hoffnungslos/deprimierend. Ich hätte da auch schon längst die Flinte ins Korn geworfen...
      Die Brutalität hat mich auch gestört, kam mir so ähnlich vor wie bei Teil 2 von Veronica Roth.
      Ja, verstehe ich. Irgendwie ganz merkwürdig. Der erste Teil war wirklich um einiges besser, doch für eine noch schlechtere Bewertung war´s dann für mich noch wieder nicht schlecht genug;) Beruhigt mich aber, dass ich dann doch nicht zu unkonzentriert war, sondern es dir mit dem Überlesen genauso erging:)

      LG:)

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  2. Hey mir ging es ähnlich wie dir. Ich hatte mit der Sprache ein paar Probleme und habe manche Sachen einfach wirklich nicht verstanden. Man musste so viel zwischen den Zeilen lesen oder alles. Und auch das mit Ben empfand ich so. Ich war ein bisschen verwirrt wie anders er aufeinmal war. Und auch das Ringer sooft vorkam fand ich etwas schade. Aber trotzdem war es sehr spannend und hat mir gut gefallen :) Ich bin gespannt wie es endet.

    Liebe Grüße

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    1. Hey, Jana:)

      Dann bin ich ja echt froh, wirklich nicht die Einzige zu sein. ;) Ich bin auch schon sehr auf Band 3 gespannt. Soooo schlecht, dass ich nicht wissen wollte, wie es ausgeht, war es ja nicht.

      LG:)

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  3. Huhu Claudia,

    stimmt wohl, ist echt deprimierend und recht hoffnungslos. Aber ich fand das Buch im Ganzen echt klasse. Keine Ahnung, wie ich die Zeit bis Band 3 überbrücken soll :(

    Ich habe übrigens nen TAG gesehen, den ich bis Dato nicht kannte und hab mir mal erlaubt, dich zu taggen :) Würde mich freuen, wenn du mitmachst :)
    http://booknaerrisch.blogspot.de/2015/03/tag-social-network.html

    Liebe Grüße und eine schnelle Woche an Dich!
    Jacqueline

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    1. Hey, Jacqueline:)

      Ja, habe deine begeisterte Rezi auch schon gelesen - so unterschiedlich empfindet man das;) Das Ende möchte ich auch auf jeden Fall lesen, es war bisher ja auch spannend, aber für mich mit Band 1 nicht zu vergleichen.

      Danke dir fürs taggen, aber momentan nehme ich an keinerlei Aktionen teil.

      Dir auch eine schöne Woche und schöne Ostertage:)

      LG

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    2. Na gottseidank! Wenn alle den gleichen Geschmack hätten, würde ja keiner mehr unsere Rezis lesen :O LOL

      Klar, macht ja nix. Ich nehme auch an den meisten nicht teil, da einfach oftmals die Zeit fehlt ;)

      OH JA OSTERN! Zeit für Bücher :D

      LG

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    3. Jaaa, ganz viel Zeit für Bücher - wird auch Zeit!!! ;)

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  4. Das Buch sollte die Tage auch bei mir einziehen:) bin schon total gespannt :)

    wieder mal eine tolle Rezi :)

    Ich wünsche dir noch einen schönen Tag <3

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    1. Danke, liebe Mella:)

      Mal sehen, zu welcher Fraktion du gehören wirst ;)

      Dir auch noch einen schönen Tag und glg <333

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