Dienstag, 2. Dezember 2014

Schattenliebe von Meg Cabot



erschienen bei Blanvalet

Der Klappentext

Pierce Oliviera weiß, dass ihre Liebe zu John Hayden, dem Herrscher über Leben und Tod, sie dazu zwingt, für immer in der Unterwelt zu verweilen – dem Ort, den sie am meisten fürchtet. Doch das Opfer fällt ihr leicht, kann sie doch so bis in alle Ewigkeit bei dem Mann bleiben, der ihr mehr als alles andere bedeutet. Doch die Liebe der beiden wird auf eine harte Probe gestellt: Die Furien der Unterwelt schwören Rache, da John eine ihrer strengsten Regeln gebrochen hat. Und bald wird klar: Jemand muss sterben …

Meine Meinung zum Cover

Das Cover passt vom Stil her sehr gut zum zweiten Band „Underworld“. Es ist abermals hauptsächlich schwarz-weiß gehalten, der Farbtupfer präsentiert sich dem Leser in einem Blau. Erneut ist eine weibliche Person das Motiv dieses Buches, wahrscheinlich handelt es sich um Pierce. Auch bei diesem dritten Teil dürfen die Auszüge aus Dantes göttlicher Komödie nicht fehlen. Sie leiten abermals die Kapitel ein.

Meine Zusammenfassung

Pierce hatte keine Wahl und ist John in die Unterwelt gefolgt. Sie tut alles, um die Menschen zu beschützen, die sie liebt. Aus diesem Grund sind auch ihr Cousin Alex und ihre Freundin Kayla mit hierher gekommen. Pierce hat nun einen „Job“: Sie hilft beim Sortieren der Seelen auf die richtigen Fähren und versucht die Leute ruhig zu halten. Doch dann zieht plötzlich ein Unwetter herauf und John muss sein Leben riskieren, um so viele andere zu schützen…


 Charaktere und meine Meinung

Pierce nimmt weiterhin die Ereignisse in ihrem Leben mit einer geradezu stoischen Gelassenheit hin. Sie wirkte auf mich immer noch etwas blass, daran hat sich leider nicht viel geändert.
John ist in diesem Band etwas lockerer als bisher. Er versucht sich sogar an Scherzen, was für ihn ganz ungewöhnlich ist.
Kayla ist nicht auf den Mund gefallen. Sie fand ich geradezu erfrischend mit ihrer recht unverblümten Art. Tut der Story richtig gut.
Von Alex war ich meistens etwas genervt. Er lässt sich nicht von seinem Kurs abbringen und gab mir das Gefühl, den anderen gar nicht richtig zuzuhören. Sehr anstrengend…
Chloe ist neu dabei und ein ruhiger und sanfter Charakter. Ihr traut man nichts Böses zu und hätte sie wohl gerne als Freundin.

Ja, das war das Ende der Trilogie. Sie begann für mich mit einem nicht allzu guten Start, steigerte sich in Band 2 sehr und flachte zum Ende hin wieder ein Stückchen ab. Zu den Protagonisten konnte ich die ganze Zeit über keine wahre Beziehung aufbauen, was ich aber mit der Zeit einfach in Kauf genommen habe. Pierce zeigt einfach viel zu wenig Emotionen, ihre Mutter dagegen agierte hier zu übertrieben. Die Sprunghaftigkeit vom ersten Teil zeigte sich in diesem Band zwar nicht mehr, aber teilweise wirkten so manche Textpassagen merkwürdig inszeniert. Dies führte oftmals zu wahrscheinlich ungewollter Komik, die an dieser Stelle für mich einfach nicht reinpasste. Es passieren viele kleine Katastrophen, die mit der Zeit einfach unglaubwürdig wirken.
Die Szenen in der Unterwelt empfand ich als sehr zäh und langatmig. Dagegen überschlagen sich in der Oberwelt die Ereignisse, was mich manches Mal regelrecht durchschüttelte. Es war wie eine Achterbahnfahrt!
Sehr schön fand ich das Zusammentreffen der leider schon toten Menschen, die aus einem vergangenen Jahrhundert stammen und hier auf Figuren des 21. Jahrhunderts treffen. Dies führte wiederum zu teilweise witzigen Wortspielen und Szenen, was hier absolut passte.  

 Mein Fazit

Meg Cabot konnte mich mit dem Abschlussband ihrer Trilogie „Schattenliebe“ nicht so sehr begeistern. Sie fiel stellenweise wieder in ihr altes Muster zurück und verwirrte mich mehr, als dass sie mich begeisterte. Unpassend komische Momente wirkten einfach nur übertrieben und deplatziert. Dagegen hat die Autorin die Atmosphäre sehr schön dargestellt – das graue und stürmische Wetter passte einfach nur perfekt. Nun ist der Kampf gegen die Furien vorbei, und das Ende lässt keine offenen Fragen zurück. Ich kann mich jetzt von Pierce, John und der Unterwelt ohne große Wehmut verabschieden und trotzdem noch 3 von 5 möglichen schwarzen Katzen vergeben.


 Die Reihe:

Jenseits Rezi
Underworld Rezi
Schattenliebe

Meg Cabot stammt aus Bloomington, Indiana. Nach dem Studium wollte sie Designerin werden, jobbte währenddessen in einem Studentenwohnheim und schrieb ihren ersten Roman. Inzwischen ist Meg Cabot eine international höchst erfolgreiche Bestsellerautorin. Sie lebt mit ihrem Ehemann in New York City und Key West.

384 Seiten
ISBN 978-3-442-38033-6
Preis: 11,99 Euro

© Cover und Zitatrechte liegen beim Verlag

An dieser Stelle geht ein herzliches Dankeschön an den Verlag für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplars!


Kommentare:

  1. Eine sehr gute Rezension. Ich hatte auch überlegtmir das Buch zu kaufen und war bisher sehr unsicher.Da du aber auch nur so mittel begeistert warst, schiebe ich es auf meinem Wunschliste mal weiter nach hinten ;)

    Würde mich freuen, wenn du mal bei mir vorbeischaust :)
    http://tausendbuecher.blogspot.de/

    Liebe Grüße, Krissy :)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Danke dir, Krissy:)
      Die Trilogie ist ja nicht schlecht, aber manchmal holpert es halt sehr. Der 2. Teil "Underworld" war noch am besten:)

      Ich schau auf jeden Fall bei dir vorbei!
      LG :)

      Löschen

Hinweis: Nur ein Mitglied dieses Blogs kann Kommentare posten.