Montag, 8. Dezember 2014

Monument 14 – Die Rettung von Emmy Laybourne



erschienen bei Heyne fliegt

Der Klappentext

Nachdem ein Tsunami die Ostküste der USA verwüstet hat, finden sich Dean und sein kleiner Bruder Alex in einer Welt wieder, in der nichts mehr ist, wie es einmal war. Gemeinsam mit anderen Jugendlichen gelingt es ihnen, sich in ein Flüchtlingslager in Kanada zu retten. Doch Zeit zum Atemholen bleibt ihnen nicht: Noch immer ist Josies Schicksal ungewiss, die sich mit ihnen aus dem Herzen des Sturms retten konnte und dann spurlos verschwand. Und auch Astrid, Deans Freundin, schwebt in Gefahr: Da sie während des Chemieunfalls, der sich kurz nach der Naturkatastrophe ereignete, schwanger war, zeigt die Regierung nun ein beunruhigendes Interesse an ihr. Astrid fürchtet um ihr Kind und flieht aus dem Flüchtlingslager, begleitet von Dean. Doch sie ahnen nicht, was sie draußen erwartet ...

Meine Meinung zum Cover

Auch dieses Mal ist das Covermotiv dasselbe wie bei den beiden Vorgängern. Die dominierende Farbe ist ein tiefes Rot. Das Buch besteht aus Leserbriefen als Prolog, 47 mitreissenden Kapiteln und dem Epilog. Erzählt wird die Story dieses Mal abwechselnd aus der Perspektive von Dean und Josie. Die Tage werden abermals am unteren Seitenrand erwähnt. Insgesamt geht es um sechs Tage.

Meine Zusammenfassung

Dean und seine Freunde sind noch immer nicht an ihrem eigentlichen Ziel angekommen. Das Flüchtlingslager in Kanada ist zwar für eine Überbrückung gut, aber sie sind nicht mehr alle zusammen. Auch haben noch nicht alle von ihnen ihre Eltern wieder gefunden. Die Gruppe teilt sich erneut, um noch ungeklärten Schicksalen auf den Grund zu gehen…


 Charaktere und meine Meinung

Dean ist sehr verliebt in Astrid und hat vermutlich auch eine Chance bei ihr. Er beschützt sie und das Baby auf Teufel komm raus und wirkt dadurch so manches Mal etwas blind vor Liebe. Astrids Schutz beherrscht so sehr seine Gedanken, dass er sogar seinen Bruder für eine ungewisse Zeit im Lager allein zurück lässt.
Astrid ist durch und durch schwanger. Sie hat die typischen Wehwehchen, versucht aber trotzdem noch, gerade die Kinder zu beschützen. Von Stunde zu Stunde wird sie erschöpfter. Ihr Ex-Freund Jake ist trotz aller Eskapaden noch nicht aus ihrer Gedankenwelt verschwunden.
Jake verändert sich immer mehr zum Nachteil. Er ist keine große Hilfe, hat aber eine sehr große Klappe. Der Alkohol ist sein bester Freund.
Josie wurde von der Gruppe getrennt und lebt in einem anderen Lager, wo sie nur schikaniert wird. Trotz der schrecklichen Zustände legt sie einen ungeheuren Kampfgeist an den Tag, denn auch hier gilt es, wieder die Kleinsten der Gruppe zu beschützen.

Diesem Finale (schon wieder eines dieses Jahr) habe ich sehr entgegen gefiebert. Gerade, weil mir der 2. Teil sehr gut gefallen hat. Aber irgendwie sind in letzter Zeit die Mittelbände für mich noch besser als das große Finale. Denn dieses weist doch einige Schwächen auf…
Durch einen Brief von Alex an eine Zeitung gibt es für den Leser einen umfassenden Rückblick, der einem den Einstieg in die Story sehr leicht macht. In diesem Teil sind zwar wieder so einige recht emotionale Momente vorhanden, aber die Gefühle wurden nicht zu jeder Zeit ausdrücklich transportiert. Auch nahmen die brutalen Szenen hier sehr zu, was mir nicht gut gefiel. Ganz klar wird in diesem Buch der Zusammenhalt der einzelnen Figuren untereinander herausgestellt, was ich sehr gut fand. Das Zusammenspiel der Großen mit den Kleinen mochte ich erneut sehr gerne lesen. Die älteren Kids sind oftmals gezwungen, Dinge zu tun, die sie eigentlich lieber nicht tun würden. Doch es geht hier ums Überleben! Die Situationen fand ich zum Teil zwar schrecklich, aber absolut authentisch dargestellt. Jeder muss sehen, wie er es bis zum nächsten Tag schafft.

Aber die Welt, in der sich solchen Szenen abspielen konnten, war ausgelöscht. Sie war verkohlt und verseucht und in der Vergangenheit versunken.
Seite 145

 Mein Fazit

Emmy Laybourne konnte meine Erwartungen an das Finale mit „Monument 14 – Die Rettung“ leider nicht zu 100% erfüllen. Der Schreibstil und die teilweise Emotionslosigkeit erinnerten mich stark an den ersten Teil der Trilogie. Der Spannungsbogen war fast durchgängig vorhanden, brachte mir aber dafür ein zu lasches und geschöntes Ende. Mir gefiel es zwar, doch kam es mir im Hinblick auf die vorangegangenen Ereignisse nicht aussagekräftig genug vor. Auch hätte ich mir im Nachhinein noch mehr Hintergrundinformationen zu der Katastrophe selbst und den medizinischen Untersuchungen gewünscht. Doch da kam nicht viel an. Für diesen Trilogieabschluss eines recht düsteren Szenarios vergebe ich noch schwächliche 4 von 5 möglichen schwarzen Katzen.


 Die Reihe:

Monument 14 Rezi
Monument 14 – Die Flucht Rezi
Monument 14 – Die Rettung

Bonusmaterial:

Monument 14 – Jakes Geheimnis

Die Autorin

Emmy Laybourne arbeitete als Schauspielerin, ehe sie zum Schreiben kann. Über den großen Erfolg von MONUMENT 14, ihrem Debütroman, ist sie noch immer selbst erstaunt. Mit ihrem Mann, zwei Kindern und der australischen Echse Goldie lebt sie im Bundesstaat New York.

ab 14 Jahren
384 Seiten
ISBN 978-3-453-53471-1
Preis: 8,99 Euro

© Cover und Zitatrechte liegen beim Verlag

An dieser Stelle möchte ich mich noch recht herzlich beim Verlag für dieses Rezensionsexemplar bedanken!

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