Montag, 22. Dezember 2014

Adventskalender Tür Nummer 22

Hallo, meine Lieben!




Nur noch 2 Tage bis Heiligabend und bis zu meinem Gewinnspiel. Ich hoffe, ihr habt fleissig die roten Buchstaben bisher gesammelt:) Heute und morgen habe ich Geschichten für euch, die meine Jungs im Advent immer sehr gerne hören. Sie lieben es, alles rund um den Weihnachtsmann zu erfahren - auch noch mit 6 und 8 Jahren. Auch, wenn die Geschichte heute mehr für Kinder ist, kann sie Erwachsene ebenso erfreuen:



In der Weihnachtswerkstatt

Wenn der Herbst beginnt, kommt für viele Kinder eine Zeit, mit der sie nicht viel anfangen können. Ein kalter Wind weht und reißt alle Blätter von den Bäumen. Dazu regnet es beinahe jeden Tag. Nun wird es nicht mehr lange dauern, bis der erste Schnee fällt, und dann ist schon bald Weihnachten. Doch so weit denkt noch kein Kind voraus - wo doch eben erst der Sommer vorüber ist! Für weihnachtliche Gedanken ist es noch viel zu früh.

Aber so ist es nicht überall. Es gibt einen Ort, wo man sich bereits jetzt große Gedanken um das kommende Weihnachtsfest macht. Dort öffnet sich soeben ein großes Tor, das nun bis Weihnachten nicht mehr geschlossen wird. Es ist das verborgene Tor zur Himmelswerkstatt, durch das nach und nach die Englein erscheinen. Für sie beginnt nun die Zeit der Weihnachtsvorbereitungen.

Es gibt verschiedene Räume in der Himmelswerkstatt. Gleich links neben dem großen Eingangstor ist die Schneiderei. Hier sind die Englein schon emsig beim Zuschneiden, Nähen und Bügeln. So viele Kinder möchten für ihre Puppen zu Weihnachten neue Kleider haben - da bekommen die Schneiderenglein alle Hände voll zu tun.

Petrus sieht sich zu dieser Zeit immer gern in der Himmelswerkstatt um und plaudert ein Weilchen mit den Englein. Dabei erfährt er allerhand Neues über Puppenmütter und ihre Kleidersorgen.

Was hinter der nächsten Tür vor sich geht, kann man schon von Weitem hören. Den ganzen Tag ertönt von dort der Lärm vom Hämmern, Sägen, Hobeln und Feilen. Die Schreiner sind hier an der Arbeit. Unter ihren geschickten Händen entstehen Holztiere, Bagger, Flugzeuge, Skier und viele andere herrliche Spielsachen.

Wenn die Englein in der Schreinerei ein Stück vollendet haben, geben sie es nach nebenan zu den Malerengeln. Die malen alle Spielsachen bunt und lustig an.

Man muss nur immer dem guten Duft nachgehen, dann gelangt man ganz bestimmt in die Backstube. Dort werden pausenlos die herrlichsten Plätzchen, Lebkuchen und Christstollen gebacken. Keinem Englein gelingt es, daran vorbeizugehen, ohne zumindest einmal kurz hineinzusehen. Und meistens bleibt es nicht beim Hineinsehen, denn wenn es wieder gegangen ist, sind bestimmt einige von den besten Plätzchen einfach spurlos verschwunden. Aber die Englein in der Backstube wissen schon Bescheid, und deshalb backen sie eben entsprechend mehr von den leckeren Sachen. Schließlich sind sie selbst kleine Feinschmecker und können dem Duft so wenig widerstehen wie alle anderen.

Wer in den hintersten Raum der Himmelswerkstatt kommt, dem bietet sich ein trauriges Bild. Überall sitzen Puppen ohne Arme und ohne Beine. Viele haben keine Haare mehr oder ein Auge verloren. Auch Teddybären und Stofftiere, deren Fell zerrissen ist, sind dabei. Sie sind bestimmt alle einmal sehr hübsch gewesen, aber nun sind sie kaputt, und kein Kind möchte mehr mit ihnen spielen.

Doch zum Glück gibt es die Weihnachtsenglein. Sie haben alle diese Puppen, Teddys und Stofftiere eingesammelt und nähen sie sorgfältig wieder zusammen, setzen fehlende Arme und Beine wieder ein und geben ihnen neue Haare. Wenn die Puppen dann noch neue Kleider aus der Schneiderei bekommen haben, sehen sie oft noch schöner aus, als zu den Zeiten, als sie noch neu waren.

In den Wochen vor Weihnachten kommen die Englein in der Himmelswerkstatt nicht zur Ruhe. Die ersten Geschenke werden schon zum 6. Dezember benötigt, wenn der Nikolaus auf die Erde fährt.

Wie in jedem Jahr stellt der Nikolaus auch heute fest, dass alles rechtzeitig fertig geworden ist. Sein großer Gabensack ist in diesem Jahr wieder bis zum Rand mit Geschenken angefüllt. Die Englein haben fleissig gearbeitet. Aber für wen die einzelnen Weihnachtsgeschenke alle bestimmt sind, erfahren sie erst jetzt, denn soeben kommt der Postengel zurück, der auf der Erde die Wunschzettel der Kinder eingesammelt hat.

Nach dem Nikolaustag gönnen sich die Englein nun keine Pause mehr. Noch sind nicht alle Geschenke fertig, und schließlich müssen auch alle eingepackt werden. Aber pünktlich zum Heiligen Abend haben sie es geschafft. Nun schmückt jedes Englein noch ein Weihnachtsbäumchen, dann macht es sich damit auf den Weg zur Erde.

Dort wird es schon sehnsüchtig erwartet, denn überall freuen sich heute die Kinder auf das Kommen der Weihnachtsenglein und des Christkindes. Und von den Englein erhalten sie nun die Geschenke, die erst vor kurzer Zeit in der Himmelswerkstatt entstanden sind. Das Christkind aber bringt heute allen Menschen seinen weihnachtlichen Segen.

Quelle: Fröhliche Kinderweihnacht
Ja, ich finde diese Geschichte sehr schön. Ich finde es toll, dass meine Kids zwar Fragen stellen, aber ihren Glauben an den Weihnachtsmann und den Nikolaus noch nicht verloren haben. Dieses Jahr hoffen sie, endlich ihn sehen zu können - mal sehen, ob es klappt!
Wie lange habt ihr an den Weinachtsmann und Konsorten geglaubt? Wie habt ihr herausgefunden, was wirklich Sache ist und ward ihr enttäuscht? Ich freue mich wie jeden Tag über eure Kommentare und bin sehr gespannt!

Kommentare:

  1. Schöne Geschichte! :)

    An den Nikolaus hab ich so lange geglaubt, bis einmal einer aus unserem Ort der Nikolaus war, der eine extrem spezielle Stimme hatte. Enttäuscht? Eigentlich nicht, ich hab mich immer nur gewundert, wie es der Nikolaus schafft, an einem Abend jedes Kind zu besuchen, wo doch die Welt soooo riesig ist :D

    Bei uns kommt immer das Christkind, nicht der Weihnachtsmann. Ans Christkind hab ich so lange geglaubt, bis es mir einmal ein Zeitungsabonnement geschenkt und das in einer Weihnachtskarte anschriftlich geschrieben hat. Allerdings hab ich die Handschrift meiner Mutter erkannt. Auch das war keine große Enttäuschung, weil ich mich immer gewundert hatte, warum sich z.B. meine Tante denn bei z.B. meinen Eltern für ein Geschenk bedankt, wenn doch das Christkind die Geschenke bringt.

    Und an den Osterhasen hab ich solange geglaubt, bis ich mal meinen Opa beim Verstecken gefunden hab. Bei allen drei Sachen hab ich mich ziemlich gefreut, dass ich endlich dahinter gekommen bin, was genau Sache ist. Da hab ich mich mords erwachsen gefühlt :D

    Liebe Grüße
    Lioba

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    1. Hey, Lioba:)

      Wenigstens warst du nicht enttäuscht, kann ja auch anders sein. Ich kann mich gar nicht mehr daran erinnern, wie und wann ich es herausgefunden habe. Aber klar, dass man sich dann natürlich sehr erwachsen fühlt:D
      Danke für deinen ausführlichen Kommentar!

      LG:)

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