Mittwoch, 10. Dezember 2014

Adventskalender Tür Nummer 10

Hallo, meine Lieben!


Ja, nun ist auch schon der 2. Advent vorbeigegangen und wir nähern uns Weihnachten mit immer größeren Schritten.
Heute habe ich für euch einige Gedichte rausgesucht, die meinen Kids und mir besonders gut gefallen und 2 davon hoffentlich auch beim Weihnachtsmann dieses Jahr Eindruck machen werden;)


Der Schneemann auf der Straße

Der Schneemann auf der Straße 
trägt einen weißen Rock,
hat eine rote Nase
und einen dicken Stock.

Er rührt sich nicht vom Flecke,                                        

auch wenn es stürmt und schneit.
Stumm steht er an der Ecke
zur kalten Winterszeit.

Doch tropft es von den Dächern
im ersten Sonnenschein,
da fängt er an zu laufen, 
und niemand holt ihn ein.

Robert Reinick 

Vom Christkind

Denkt euch - ich habe das Christkind gesehn!
Es kam aus dem Walde, 
das Mützchen voll Schnee,
mit rot gefrorenem Näschen.
Die kleinen Hände taten ihm gar weh;
denn es trug einen Sack, der war gar schwer,
schleppte und polterte hinter ihm her - 
was drin war, möchtet ihr wissen?
Ihr Naseweise, ihr Schelmenpack - 
meint ihr, er wäre offen, der Sack?
Zugebunden bis oben hin!
Doch war gewiss etwas Schönes drin:
Es roch so nach Äpfeln und Nüssen!

Anna Ritter




Weihnachtsschnee

Ihr Kinder, sperrt die Näschen auf,
es riecht nach Weihnachtssorten;)
Knecht Ruprecht steht am Himmelsherd
und bäckt die feinsten Sorten.

Ihr Kinder, sperrt die Augen auf,
sonst nehmt den Operngucker;)
die große Himmelsbüchse, seht,
tut Ruprecht ganz voll Zucker.

Er streut - die Kuchen sind schon voll -,                         

er streut - na, das wird munter -,
er schüttelt die Büchse und streut und streut
den ganzen Zucker runter.

Ihr Kinder, sperrt die Mäulchen auf,
schnell! Zucker schneit es heute!
Fangt auf! Holt Schüsseln!
Ihr glaubt es nicht?
Ihr seid ungläubige Leute! 

Paula Dehmel

Die drei Spatzen

In einem leeren Haselstrauch,
da sitzen drei Spatzen, Bauch an Bauch.
Der Erich rechts und links der Franz
und mittendrin der freche Hans.
Sie haben die Augen zu, ganz zu,
und obendrüver, da schneit es, hu!
Sie rücken zusammen, dicht an dicht,
so warm wie Hans hat´s niemand nicht.
Sie hör´n alle drei ihrer Herzlein Gepoch`.
Und wenn sie nicht weg sind,
so sitzen sie noch.

Christian Morgenstern




Raureif vor Weihnachten

Das Christkind ist durch den Wald gegangen,
sein Schleier blieb an den Zweigen hangen,
da fror er fest in der Winterluft
und glänzt heut Morgen wie lauter Duft.

Ich gehe still durch des Christkinds Garten,
im Herzen regt sich ein süß` Erwarten:
Ist schon die Erde so reich bedacht, 
was hat es mir da erst mitgebracht?

Anna Ritter


Weihnacht in den Bergen

Auf einem goldenen Schimmel
reitet´s Christkind vom Himmel,
bringt ein` Sack gute Sachen,
dass die Kinder grad lachen.

Und der Schnee, der tut glitzern,
und die Sterne, die blitzen,
und die Kerzen im Dunkeln,
seht, wie sie funkeln.

Volksgut


Das waren so meine Lieblingsgedichte. Mögt ihr Gedichte, gehören sie für euch zur Adventszeit dazu? Oder könnt ihr damit so gar nichts anfangen und Auswendiglernen ist/war nur eine lästige Pflicht? Was sind eure Lieblingsgedichte? Ich freue mich wie immer auf eure Antworten und bin sehr gespannt!

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