Samstag, 22. November 2014

5 Fragen an... Gabriele Diechler

Hallo, meine Lieben!


Heute ist es zum 2. Mal soweit, dass ich einer Autorin meine 5 Fragen stellen durfte. Es handelt sich hierbei um Gabriele Diechler! Sie hat schon viele Bücher geschrieben, unter anderem auch "Glenlyon Manor. Das Geheimnis der Princess Helena School", das dieses Jahr bei Impress erschienen ist. Weitere Infos über die sympathische Autorin könnt ihr auch hier finden und meine Rezi zu 2 von ihren Büchern hier und hier.

Aber nun erst einmal mein Interview mit Gabriele, viel Spaß!


Vielen Dank an dich, Gabriele, dass du dich meinen Fragen stellst!



Liebe Claudia,

herzlichen Dank für die liebe Einladung zum Interview. Ich stehe dir gerne Rede und Antwort - wie mir der Schnabel gewachsen ist.

1. Mit deinem aktuellen Buch "Glenlyon Manor. Das Geheimnis der Princess Helena School" hast du einen wirklich zauberhaften Jugendroman geschrieben. Wäre es für dich denkbar, eine Fortsetzung dazu zu schreiben - ist es vielleicht schon dein aktuelles Projekt?

Gabriele: Eine Fortsetzung von „Romantic House“, wie das Projekt in der Entstehungsphase hieß und wie ich es gerne immer noch nenne, wäre durchaus möglich. Ideen gibt es genug. Dafür ist in meinem Kopf definitiv noch Platz :). Doch da bereits die nächsten Buchprojekte festgelegt sind, steht das zurzeit leider nicht auf meinem Plan.

2. In "Glenlyon Manor" begegnen deinen Lesern mitunter auch Geister. Glaubst du persönlich an solche Erscheinungen?

Gabriele: Ich habe mich mit der Quantenphysik beschäftigt, daher weiß ich, dass es mehr gibt, als man annimmt. Außerdem sind Menschen zu vielem fähig. Es gibt etwa Personen, die von der Polizei zurate gezogen werden, weil sie hellsichtig sind und dabei helfen, verschwundene Menschen zu finden. Geister - das ist nur ein Wort. Verstorbene können höchst lebendig sein, auch ohne Körper, nämlich in unseren Gedanken, und auch so, dass wir sie fast spüren. Und es ist nichts Schlimmes daran – finde ich – wenn jemand mit einem Toten spricht, der ihm zu Lebzeiten viel bedeutet hat. Ich bin jedenfalls aufgeschlossen :)

Ich kann mich noch gut daran erinnern, dass ich eines Nachts das Gefühl hatte, jemand stünde an meinem Bett. Ich kommunizierte plötzlich mit einem Freund, den ich nach vielen Jahren des Nichtsehens endlich wieder treffen wollte. Doch bevor es dazu kam, wurde er erschossen. Er arbeitete als Geschäftsführer bei einem Juwelier und als dort ein Überfall stattfand, starb er. Dieses „Gespräch“ steht mir noch vor Augen. Ich kann mich an das Gefühl erinnern, das ich hatte, als ich in dieser Nacht, der Nacht nach seinem Tod, wach wurde und glaubte, er stünde in der Dunkelheit an meinem Bett. Es ist, als wäre es erst gestern gewesen. Und es waren schöne Worte, die zwischen uns gewechselt wurden. Ein inniges Gespräch.



3. Du hast schon Romane für verschiedene Genres geschrieben - in welchem fühlst du dich am sichersten?

Gabriele: Ich mag jedes Genre. Nur Horror nicht. Das belastet mich. Deshalb würde ich nichts dergleichen zu Papier bringen, würde mich auch nicht sicher fühlen. Besonders am Herzen liegen mir Geschichten, die auf Versöhnung, Liebe, Freundschaft hinzielen. Und die die Entwicklung einer Figur nachzeichnen. Es ist toll, wenn eine Figur im Buch eine Wandlung zum Besseren oder Glücklicheren vollzieht. Das ist mitunter schwierig, es kommt zu „Geburtswehen“, aber das macht es ja so spannend. Der leichte Weg ist nicht immer der Bessere. Das wissen wir aus unserem eigenen Leben und aus den Erlebnissen, die wir mit Freunden teilen. Es rührt mich, wozu meine Protagonisten in der Lage sind.

4. Bei der noch nicht lange zurückliegenden Leserunde zu "Glenlyon Manor" durfte auch ich teilnehmen und beobachten, wie sehr du dich in diese Runde eingebracht und unsere Kommentare beantwortet hast. Gab es für dich irgendeinen Zeitpunkt, an dem du die Leserunde am liebsten abgebrochen hättest? Wenn ja, warum?

Gabriele: Oh, nein. Ich bin nicht der Typ, der eine Leserunde abbricht, egal, wie viel Arbeit ich in dieser Zeit gerade habe. Ich habe das Gefühl, dass jeder Leser und ich, dass wir regelrecht zusammenwachsen. Nach meinem Empfinden werden wir in dieser Zeit Freunde. Wir lieben Bücher, wir lesen und reden darüber. Und wir kommen uns auch menschlich näher. Das ist kostbar für mich. Deshalb liebe ich den Austausch mit Menschen.

5. Die Weihnachtszeit steht quasi schon vor der Tür. Du hast dich ja in "Glenlyon Manor" auch mit Fantasiegestalten und Übernatürlichem auseinandergesetzt, wozu für uns Erwachsene ebenfalls der Weihnachtsmann zählt. Wie hast du deiner Tochter erklärt, dass der Weihnachtsmann nicht existiert und wie alt war sie zu dem Zeitpunkt?

Gabriele: Was für eine nette Frage. All das liegt schon lange zurück, denn meine Tochter ist inzwischen 26 Jahre alt. Hmm, ich versuche mich mal zu erinnern, wie das damals war, Claudia. Ich glaube, ich habe ihr eines Tages – vor Weihnachten -  einfach erzählt, dass es keinen Weihnachtsmann gibt. Da wurde dies und das im Kindergarten gemunkelt und dann müssen Eltern etwas tun und mit ihren Kindern sprechen. Jedenfalls habe ich keine negativen Erinnerungen an diese Aufklärung und meine Tochter meines Wissens auch nicht. Was zählt ist ja der Gedanke, der hinter Weihnachten steht – jemandem Freude bereiten zu wollen, ihn zu überraschen, aber vor allem die Liebe und der Zusammenhalt.
Was das Alter meiner Tochter angeht, kann ich keine genauen Angaben machen. Sie besuchte den Kindergarten. Und der Freude auf die Adventzeit und den Heiligen Abend hat das Wissen um die Wahrheit in den folgenden Jahren keinen Abbruch getan. Was mich angeht -  ich freue mich heute noch auf Weihnachten und ich weiß definitiv Bescheid :) :)!

Es war eine schöne Reise in die Vergangenheit, Claudia. Danke für die interessanten Fragen. Nach Frage fünf bin ich in bester Vor-Weihnachtsstimmung.

Quelle: Privat

Ich habe ebenfalls für die tollen und ausführlichen Antworten zu danken! 




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