Sonntag, 6. April 2014

Zeitenzauber – Die magische Gondel von Eva Völler



erschienen bei  Baumhaus

Die 17-jährige Anna verbringt ihre Sommerferien in Venedig. Bei einem Stadtbummel erweckt eine rote Gondel ihre Aufmerksamkeit. Seltsam. Sind in Venedig nicht alle Gondeln schwarz? Als Anna kurz darauf mit ihren Eltern eine historische Bootsparade besucht, wird sie im Gedränge ins Wasser gestoßen - und von einem unglaublich gut aussehenden jungen Mann in die rote Gondel gezogen. Bevor sie wieder auf den Bootssteg klettern kann, beginnt die Luft plötzlich zu flimmern und die Welt verschwimmt vor Annas Augen ... (Klappentext)

Das Cover dieses Buches wirkt auf mich sehr mysteriös, was sicherlich auch an dem dunklen Blau liegt. Eine Gondel vor dem Vollmond – gespenstisch. Das Buch ist in vier Teile eingeteilt, enthält einen Prolog und einen Epilog. Die Story wird aus der Sicht von Protagonistin Anna erzählt.

Anna hat Sommerferien. Sie ist mit ihren Eltern in Venedig. Eine wunderschöne Stadt! Eines Tages macht Anna einen Stadtbummel mit Matthias, einem Jungen aus ihrem Hotel. Schon zu diesem Zeitpunkt fällt ihr eine rote Gondel mit einem merkwürdig angezogenen Gondoliere auf. Einige Tage später, bei der historischen Regatta, taucht die rote Gondel wieder auf. Anna, ihre Eltern, Matthias und deren Eltern wollen einsteigen. Dabei wird Anna ins Wasser gestoßen. Beim Herausklettern verschwimmt ihre Welt vor ihren Augen und sie findet sich Stunden später in einer anderen Zeit wieder. Wie soll sie hier bloß wieder herauskommen? Und was hat der gut aussehende Fremde mit der ganzen Sache zu tun?


Ich bin ja ein riesiger Fan von Zeitreiseromanen. Endlich bin ich auch dazu gekommen, dieses Buch zu lesen.
Es hat nicht nur ein schönes Cover, sondern auch die einzelnen Teile innerhalb des Buches sind mit Zeichnungen verziert. Wirklich wunderschön! Sehr passend zu der schönen Kulisse von Venedig. Mal etwas ganz Anderes.
Protagonistin Anna ist äußerst sympathisch und humorvoll. Selbst in scheinbar aussichtslosen Situationen dreht sie nicht völlig durch, sondern macht lieber Scherze. Doch ihre zeitweise sehr hektischen Handlungen machten mich ganz kribbelig.
Sebastiano ist der Schönling der Geschichte und wahnsinnig undurchsichtig. Er gibt kaum Informationen preis, hält sich sehr bedeckt. Er wirkte auf mich nicht richtig greifbar.
Clarissa fand ich ziemlich unsympathisch, sie erschien mir stets etwas merkwürdig und unehrlich.
Zeitreiseromane gibt es ja viele. Aber dieser hatte für mich eine ganz neue Idee, die mir sehr gut gefiel: Eine Sperre, die es dem Zeitreisenden nicht ermöglicht, über Dinge aus seiner Gegenwart zu sprechen. Somit kann die Vergangenheit nicht verändert werden. Hab ich bisher noch in keinem anderen Zeitreiseroman entdeckt.
Der Schreibstil von Eva Völler ist sehr gut zu lesen. Der Leser lernt etwas von dem geschichtlichen Hintergrund kennen, was mir gut gefiel. Es war an keiner Stelle zuviel oder zu belehrend.
Auch das plötzliche Auftauchen einiger Personen gab der Geschichte eine etwas unerwartete Wendung. So etwas mag ich sehr gerne. Ebenso, dass sich verschiedene Charaktere anders als angenommen entpuppen.
Zarte Liebesbande werden ebenfalls geknüpft, die sicherlich im nächsten Teil noch dominierender werden.
Die nicht allzu brutalen Gewaltszenen empfand ich als leicht holperig inszeniert, was mich etwas beim Lesen störte. Meine Taschenbuchausgabe ist leider sehr schlecht verarbeitet, bzw. geklebt worden. Das war ein großes Manko für mich. Selbst bei sehr vorsichtigem Lesen geht das Buch langsam aber sicher aus dem Leim…

Eva Völler hat mit „Zeitenzauber – Die magische Gondel“ einen tollen Trilogieauftakt erschaffen, der mir schöne Lesestunden bescherte. Eine für mich neue Idee mit sehr unterschiedlichen Charakteren brachte die richtige Würze in die Story. Trotz kleinerer Schwachstellen vergebe ich für dieses Buch 4 von 5 schwarzen Katzen und freue mich auf Teil 2.

Die Trilogie:

Zeitenzauber – Die magische Gondel
Zeitenzauber – Die goldene Brücke
Zeitenzauber – Das verborgene Tor

Eva Völler hat sich schon als Kind gern Geschichten ausgedacht. Trotzdem verdiente sie zunächst als Richterin und Rechtsanwältin ihre Brötchen, bevor sie die Juristerei endgültig an den Nagel hängte. "Vom Bücherschreiben kriegt man einfach bessere Laune als von Rechtsstreitigkeiten. Und man kann jedes Mal selbst bestimmen, wie es am Ende ausgeht."
Die Autorin lebt mit ihren Kindern am Rande der Rhön in Hessen.

ab 14 Jahren
336 Seiten
ISBN 978-3-8432-1070-6
Preis: 7,99 Euro

© Cover und Zitatrechte liegen beim Verlag

Kommentare:

  1. Tolle Rezension! Ich freu mich auch schon sehr auf das Buch - vor allem, da schon alle drei Teile draußen sind :)

    Liebste Grüße, Aleshanee

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    1. Danke, Aleshanee!
      Ich habe die Trilogie auch gestern komplett gemacht:) Ganz tolles Buch!

      LG

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  2. Echt schöne Rezension! :)) 4 von 5 schwarzen Katzen ist echt guuut! :)
    Dieses Buch habe ich schon so lange auf der Wunschliste! Mal sehn ob es nach meinem Subabau in meinem Regal landet ;)
    Liebe Grüße,
    Katrin

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    1. Es lohnt sich wirklich, Katrin! Bin schon sehr gespannt, wie es weitergeht!
      Musst Du lesen;)

      LG

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  3. Ich will dieses Buch diesen Monat auch noch lesen. Ich hab mir jetzt nur dein Fazit durchgelesen.. & 4 von 5 ist ja echt gut. Dann hoffe ich, dass es mich auch begeistern kann :)

    Liebste Grüße

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    1. Das wird es bestimmt, Mella. Ein sehr schönes Buch und eben mal etwas anders, als andere Zeitreiseromane. LESEN!!! ;)

      LG

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